Die Orangennachbarin (Orange Neighbours)

Produktionstagebuch: Die Orangenachbarin (Orange Neighbour)
Dezember 2008
Ein Film des Schulischen Kompetenzzentrums Film am LSH in Zusammenarbeit mit Schule & Film

In dem Film geht es um zwei junge Mädchen, die sich erst vor kurzem kennen gelernt haben. Zufällig bemerken sie, dass sie genau in der gleichen Straße nebeneinander und im gleichen Haus wohnen. Eines Tages kommt ein neuer junger Postbote, der den Damen die Post ausliefert. Beide verlieben sich in ihn.
Ob die Geschichte gut zu Ende geht , seht ihr selbst…..
Wir, das Produktionsteam, sind: Nick, Karla, Alexandra, Kevin, Ruth, Clarissa und Pauline. Am Anfang überlegten wir uns, um welche Themen es im Film gehen soll. Unsere Motive und Themen sind: Freundschaft, Liebe, Eifersucht, Feinseligkeit und Ehrgeiz – darum geht es in der ORANGENNACHBARIN
Als wir diese Idee hatten, machten wir zuerst eine Ideensammlung, zeichneten einen Plotpoint (d.h.eine Spannungs-Dreieck). Danach dachten wir über die einzelnen Handlungs-Schritte nach:

  • Plotpoint 1: Ein neuer Postbote nimmt seinen Dienst auf. (Anfang)
  • Plotpoint 2: Beide Orangennachbarinnen versuchen den attraktiven Mann für sich zu gewinnen. Die Geschichte nimmt ihren Lauf…
  • Plotpoint 3: Die Versuche, den Postpoten der Nachbarin auszuspannen, werden intensiver, es entwickelt sich ein Wettstreit zwischen den beiden Nachbarinnen (mehr Spannung)
  • Plotpoint 4: Höhepunkt (natürlich können wir den noch nicht verraten)
  • Plotpoint 5: Ende (um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht, müssen sie den Film natürlich selbst sehen)

Bei der Entwicklung der Filmidee haben wir viel gelacht! Unser Lehrer, Herr Helfricht, machte das Plakat für den Film, während wir weiter arbeiteten. “Orangennachbarin 1″ wird gespielt von Ruth und “Orangennachbarin 2″ von Clarissa. Der Postbote ist der Kevin

Heute ist EM-Anpfiff und wir drehen den passenden Film dazu

Die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz - die Frage lautet: Welcher Film passt dazu?

Vielleicht ein ganz normaler Fußballfilm: Wir lassen Deutschland gegen die Schweiz spielen und am Ende siegt natürlich Deutschland.

Oder wir führen Euch durch die schönsten EM Städte.

Wir wollten aber keinen Film für den Reisechannel drehen oder ein Spiel austragen, bei dem das Ergebnis schon vorher bekannt ist ;-) Wir wollten einen lustigen aber ernst zu nehmenden Film drehen. Einen Film über den man lachen kann, über den man sicher ab auch ärgern kann. Einen Film, der die volle Punktzahl ist und über den wir, als noch nicht so erfahrene Filmemacher, stolz sein können. Um es vor weg zu nehmen, bisher bin ich recht zufrieden.

Doch die Schlüsselzene, die mit der am meisten Aufwand verbunden ist, fehlt uns noch. Hierzu brauchen wir neben den üblichen Arbeitern am Set (Kamera, Ton, Licht) fünf Schauspieler und jemanden, der unser „Filmmobil“ fährt, denn unser Kameramann sitzt im Kofferraum eines PKW-Kombis und filmt von vorne raus. Der Vorteil ist, dass er nicht rückwärts laufen muss und das Bild zu sehr wackelt. Die Kamera ist im Kofferraum aufgebaut und „fährt“ so zu sagen mit dem Auto, während unsere Schauspieler immer der Kamera nach mitlaufen. Mehr als dass wir die typischen schweizer und österreichischen Klitsches in unserem Film verarbeiten, soll hier nicht verraten werden – den Film anschauen heißt die Devise… ;-)

Wir haben gelernt, dass es nicht mit ein paar Stunden getan ist und man am Ende keineswegs einen kompletten Film hat ,der obendrein ja noch gut sein soll. Klar, am Ende ist der Film vielleicht 5 Minuten lang, der Aufwand, nämlich die Vorbereitung, das Drehen und Schneiden sowie die Musikunterlegung, dauern ein Vielfaches.

Was aber am Wichtigsten ist, das ist meiner Meinung nach der Spaß, den man beim Drehen haben sollte. Eine Szene für denn jetzigen Film spielt zum Beispiel in der Starnberger Fußgängerzone. Uns liefen Menschen verschiedenster Art über den Weg und wir hielten sie an um sie kurz zu interviewen. Da war ein Alkoholiker mit Weinflasche in der Hand, ein 90-jähriger im Hawaiihemd mit Krückstock, ein Pole, der ununterbrochen auf Polnisch mit uns redete, mehr als „Ja ja“ konnten wir da nicht antworten.

Das gesamte Equipment bekommen wir von der Schule gestellt: Kamera, Mikrofon oder das MacBook zum Schneiden. Der Grundkurs Dramatisches Gestalten stellt eine wirklich kreative Abwechslung zu anderen Grundkursen wie Chemie oder Geschichte da.

Und kleiner Tipp, die Noten zählen genauso viel…

Maximilian Märzheuser

Teacher’s training: Final Cut Pro

In Zusammenarbeit mit der Firma Apple richtete Drehort Schule e.V. im Mai 2008 eine einwöchige Final Cut Pro-Fortbildung für zertifizierte Filmlehrer sowie für filmengagierte Lehrkräfte an bayerischen Schulen aus.

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Drehort Schule e.V. gegründet

Seit dem 4. April 2007 beschäftigt sich der neu gegründete und eingetragene Verein Drehort Schule mit der produktions- und rezeptionsorientierten Filmarbeit an Schulen.

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